Synonymendopplung -> διπλασιασμός συνωνύμων

Anastasia Vratzia

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Πηγή: «Zum Schluß sei noch auf eine Erscheinung hingewiesen, die im Mittelalter und in der frühen Neuzeit geradezu als Erkennungsmerkmal für die Textsorte “Übersetzung„ gelten konnte, die sog. “Synonymendopplung„. Der Übersetzer führte einen Latinismus oder eine sonstige Entlehnung in den Text ein und erklärte sie anschließend zur Sicherheit durch ein volkssprachliches Synonym. Besonders bei französischen und italienischen Übersetzern ist diese Technik häufig nachzuweise. Die Reihenfolge der Lexeme konnte später auch umgekehrt werden; die Technik hat sich über die Übersetzungstexte hinaus als Stilmittel verselbständigt. So findet man im Kudrunepos (Mitte des 13. Jahrhunderts) den Vers swaz man guoter decke und kuvertiure vant; Niklas von Wyle wendet in seinen “Translatzen„ das Verfahren nahezu mechanisch an: suspendiert und ufgehalten für suspenditur oder grosz reverentze und eere für reverentia.
Πηγή: Albrecht, Jörn (1998). Literarische Übersetzung. Geschichte. Theorie. Kulturelle Wirkung. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. (σ. 160).
« Last Edit: 05 Feb, 2019, 19:42:39 by spiros »




 

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